Kurz angespielt #3: Dice Hospital, The Magnificent, Crossing Oceans

Veröffentlicht: 23. Januar 2023

Autor: Herr Tommi

Inhalt

In der Rubrik „Kurz angespielt“ möchten wir über Spiele reden, welche wir nur selten gespielt haben.  Es sind Spiele, die uns aufgrund unserer 100-Brettspiele-Grenze verlassen müssen, uns nicht abholen oder sonst keinen eigenen Beitrag hier auf dem Blog bekommen hätten. Dabei geht es gar nicht um schlechte Spiele, wir werden auch hier kein Spiel verbal zerreißen.

In dieser Folge geht es in ein Krankenhaus, in den Zirkus und raus auf die Ozeane der Welt.

Dice Hospital

Dice Hospital haben wir auf der Spielmesse spontan im Vorbeigehen mitgenommen. Ein Spiel, welches in einem Krankenhaus spielt, wo die Patienten von Krankenwagen angefahren werden und dann versorgt werden müssen? Da konnte Frau Melli, als gelernte Krankenschwester, einfach nicht Nein sagen.

Die Patienten werden bei diesem Spiel als Würfel dargestellt. Je niedriger ihr Wert ist, desto schlechter geht es ihnen. Geheilt sind sie, wenn sie den Wert 6 erreichen, dann können sie aus der Klinik entlassen werden. Erreicht der Wert allerdings die Null, verlassen sie auch das Krankenhaus, aber nicht mehr lebendig.  Zur Versorgung der Patienten-Würfel stehen uns verschiedene Fachkräfte zur Verfügung, welche in den passenden Räumlichkeiten eingesetzt werden können. Diese Fachkräfte müssen aber erst angeheuert, ebenso müssen die besseren Behandlungsräume im eigenen Krankenhaus erst gebaut werden.

Dice Hospital

Dice Hospital

Dice Hospital ist ein nettes kleines Spiel für zwischendurch. Es ist wirklich nicht schwierig, aber ein wenig planen sollte man schon, wenn man möglichst viele der Würfel-Patienten heilen möchte. Es wird schon alleine wegen des Themas bei uns bleiben und sicherlich gelegentlich mal auf den Tisch kommen.

Dice Hospital (2018)

Solides Spiel – da sind wir gelegentlich gerne dabei

Spieler: 1-4 | Spielzeit: 45-90 Min | ab 10 Jahre

The Magnificent

Ein viel fröhlicheres Thema bietet The Magnificent. Hier sind wir Direktoren eines Zirkus. In der Rolle bauen wir den Festplatz aus, planen die nächsten Vorstellungen, lassen die Artisten trainieren und reisen durch das Land. Das ganze ist von Würfeln gesteuert, welche durch die Farbe bestimmen, welche Bereiche des Spiels wir nutzen und der Wert bestimmt die Stärke der Aktion. Dummerweise müssen am Ende einer Runde die Würfelaugen der Farbe mit den meisten Punkten auch bezahlt werden. Daher müssen die Würfel mit Bedacht eingesetzt werden. Können diese nicht bezahlt werden, gibt es Abzüge bei den Siegpunkten, welche hier im Spiel als verkaufte Tickets gezählt werden.

Bei dem Spiel ist eine gute Planung das A und O. Welche Artisten stehen überhaupt zur Verfügung? Welche Voraussetzungen benötigen diese auf dem Festplatz und haben wir überhaupt ein freies Zelt für die Aufführung? Die Würfel sind in diesem Spiel ein kleiner Glücksfaktor, welcher aber durch Kristalle beeinflusst werden kann. Mehr Glück benötigt man beim Ziehen der Artistenkarten. Hier kann es passieren, dass die beste Planung in sich zusammenbricht, wenn die Mitspieler einem die Karten wegschnappen.

The Magnificent

The Magnificent

Es kommt selten vor, dass unsere Meinung zu einem Spiel so weit auseinandergehen, wie bei Magnificent. Herr Tommi fand das Spiel durchaus ansprechend. Frau Melli dagegen störte der Glücksfaktor durch die Karten. Dazu fand sie das Spiel recht eintönig, weil man immer das Gleiche macht. Daher wird das Spiel uns wieder verlassen. Es macht ja keinen Sinn, wenn es einem von uns beiden keinen Spaß macht. Wenn es woanders aber mal auf den Tisch kommt, sind wir beide nicht abgeneigt, eine Runde mitzuspielen.

The Magnificent (2019)

Solides Spiel – da sind wir gelegentlich gerne dabei

Spieler: 1-4 | Spielzeit: 60-90 Min | ab 14 Jahre

Crossing Oceans

Bei Crossing Oceans tauchen die Spieler in die Hochzeit der Dampfschifffahrtslinien um die Jahrhundertwende ein. Als Reeder kaufen die Spieler Ozeandampfer, setzen diese geschickt und gewinnbringend auf den Ozeanen ein. So bauen sich die Spieler ein Handelsnetz auf, modernisieren ihre Flotte, setzen ältere Modelle aber auf anderen Ozeanen noch ein, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Gesteuert wird das Spiel durch einen Rondell-Mechanismus, auf dem die Spielenden ihre Hauptaktion pro Runde wählen können. Dabei geht es auch darum, die eingesetzten Schiffe mit Kohle zu versorgen, Handelsposten in Häfen zu errichten und natürlich durch die Lieferung von Fracht und Passagieren Geld zu verdienen. Auf dem Atlantik gibt es zudem noch den Kamp um das Blaue Band, für die schnellste Atlantik-Überquerung.

Crossing Oceans

Crossing Oceans

Hier waren wir uns wieder einig. Es ist schön gemacht und macht Spaß. Allerdings ist das Spiel jetzt keine riesige Herausforderung. Im Grund macht man immer das Gleiche. Schiffe einsetzen, Kontrakte nehmen, Kohle ausliefern, Handelsposten bauen, neue Schiffe kaufen. Dabei werden diese immer teurer, weil moderner und größer. Allerdings bringen sie im Gegenzug auf gewaltige Einnahmen. Man sollte aber die Gegenspieler im Blick haben. Denn jedes neue Schiff kommt mit einer Flagge, welche am Spielende als Multiplikator für die gebauten Kohlebunker, die erhaltenen Handelsmarker und blauen Bänder dient. Da gilt es gegebenenfalls gegenzusteuern und dem Gegenspieler die ersehnten Flaggen wegzuschnappen.

Das Spiel kommt mir hübschem Material, einer guten Anleitung, in der alles schnell zu finden ist. Dazu gibt es noch ein zusätzliches Heftchen, mit ein wenig Geschichte zu den einzelnen Schiffen im Spiel.

Crossing Oceans wird bestimmt nicht jede Woche bei uns auf dem Tisch liegen, es bleibt aber auf jeden Fall erst einmal bei uns. Für eine gelegentliche Partie nehmen wir das gerne aus dem Schrank. Gern auch mit Gästen, denn es ist schnell erklärt.

Crossing Oceans (2022)

Solides Spiel – da sind wir gelegentlich gerne dabei

Spieler: 2-4 | Spielzeit: 60-90 Min | ab 14 Jahre

Unsere Spielberichte und Bewertungen beruhen auf subjektiven Ersteindrücken der Spiele. Dabei geht es uns um die Spielidee, die Mechaniken, die Anleitung, das Material, den Wiederspielwert, die Optik, die Spielbarkeit zu zweit und wie es uns gefällt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Danke für das Lesen des Beitrages.

Hinweis: Wenn wir über Spiele berichten, das sind das subjektive (Erst-)Eindrücke, die wir von dem Spiel gesammelt haben. Wir sehen uns nicht als Spielkritiker. Daher gibt es hier auch keine Bewertung der Spiele mit Sternchen oder Noten.

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

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