Emotionale Brettspiele

Von Veröffentlicht am: 09. Dezember 2022
Emotionale Spiele
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Welche Spiele konnten euch emotional so richtig berühren? Das ist die Frage beim #BG2GETHER in diesem Monat. Puh, ja, das gab es schon. Einzelne Spiele schaffen das, und gleichzeitig hat uns das Spielen selbst aus einem emotionalen Loch gerissen.

Emotionale Brettspiele?

Die Frage des Monats beim #BG2GETHER lautet:

Welche Spiele konnten euch emotional so richtig berühren? 

Dabei soll es um ganz besondere Spiele gehen, welche Emotionen bei uns auslösen. Klar, am Ende kann das jedes Spiel. Man ärgert sich über die eigene, fehlgeschlagene Strategie, man freut sich beim Sieg, hat vielleicht ein wenig Schadenfreude, wenn es beim Gegner nicht so richtig läuft. Das sind aber keine Emotionen, welche speziell von einem Spiel ausgelöst werden.

Star Wars Rebellion – Emotionen pur

Ein Spiel, was uns auch emotional packen kann, ist sicherlich Star Wars Rebellion. Denn es zieht die Spielenden tief in die Star Wars Geschichte rein. Man fühlt sich als Teil der ersten Filme, identifiziert und lebt schnell die Story im Spiel, den Kampf zwischen dem mächtigen Imperium und den kleinen Rebellen. Dabei spielt man die Story der Filme nicht 1:1 nach, sondern entwickelt einen eigenen Ablauf der Geschichte. Unsere erste Partie mit dem Spiel ging über mehr als 4,5 Stunden. Und trotzdem war keine Minute davon langweilig.

Die Emotionen dabei gingen von Humor (hihi, ich habe Prinzessin Leia in Karbonit eingegossen) über eine wahnsinnige Spannung im Spielverlauf. Dann noch das Gefühl des Triumphs, wenn man als Rebellen einen Todesstern zerstört hin zu richtiger Freude, wenn man am Spielende mit den kleinen, eher schwachen Rebellen als Sieger dasteht. Kaum ein anderes Spiel kann uns so in die Geschichte hinein ziehen und so vielfältige Emotionen im Spielverlauf auslösen.

Das merkt man auch daran, wie man die Dinge im Spiel benennt. Man spricht am Spieltisch eben nicht davon, Meeple A jetzt zu dem roten Planeten zu setzen. Nein, hier wird Han Solo nach Alderaan entsendet. Melli meinte mal, als sie die Rebellen erfolgreich gespielt hat, es wäre unglaublich, wie sehr man von Anfang an das Gefühl hat, die Gejagte zu sein und wie intensiv das über Stunden aufrechterhalten wird. Und schon allein die Tatsache, dass wir nach einem Spiel darüber reden, spricht Bände.

Pagan – Töten auf Verdacht

Eher negative Emotionen hat bei uns Pagan ausgelöst. Es ist prinzipiell ein tolles Spiel für 2 Personen, wo man entweder als Hexenjäger oder eben als Hexe unterwegs ist. Als Hexenjäger wird man im Spiel Dorfbewohner töten, weil man den Verdacht (!) hat, dass es sich bei der Person um die Hexe handeln könnte. Das hat bei uns eher negative Beklemmungen ausgelöst, schon beim Lesen der Anleitung. Ja, man hätte nun hingehen können, die verdächtigen Bewohner in einer Im-Kopf-Hausregel nicht zu töten, sondern in Verbannung oder in den Knast zu schicken. Aber bei uns hat sich das in den Köpfen so eingenistet, dass wir uns am Ende sogar von dem Spiel getrennt haben. Auch wenn es spielerisch gesehen ein tolles Teil war.

Emotionen Pur

Emotionen Pur

Spielen zieht uns aus emotionalen Löchern

Jetzt aber doch noch ein Wort, zu Spielen und Emotionen im Allgemeinen. Denn wir haben den Brettspielen einiges zu verdanken. Zu Beginn der Pandemie waren wir beide in einem totalen, finsteren emotionalen Loch. Winter, alles zu, so richtig raus durfte man auch nicht mehr. Und aus diesem emotionalen Loch haben uns die Brettspiele wieder rausgeholt.

Und das Spiel, welches daran einen sehr großen Anteil hatte, war ausgerechnet Pandemic Legacy. Das ist schon ein Witz, dass ein emotionales Tief, ausgelöst durch die Unsicherheiten einer Pandemie, ausgerechnet durch ein Spiel durchbrochen wird, wo es um eine weltweite Pandemie geht. Aber dieses Spiel hat so viele positiven Emotionen bei uns ausgelöst. Die Spannung der Story, in Verbindung mit den Legacy-Elementen. Die Freude, wenn wir mal wieder einen Spielmonat erfolgreich waren und nicht zuletzt die lauten Lacher, wenn im Spiel plötzlich Typen wie Querdenker in der Story auftauchten. (Das ist jetzt hoffentlich nicht zu sehr gespoilert)

Vermutlich wäre unser emotionales Loch auch durch andere Spiele durchbrochen worden. Heute gelingt es auch anderen Spielen, uns aus einem Winter-Blues zu ziehen oder einfach mal Eskapismus zu betreiben, wenn die Nachrichten wieder mal unerträglich werden. Aber mit Pandemic passte es damals einfach zu gut in diese Zeit und daher werden wir das Spiel immer lieben.

Was ist #BG2GETHER?

Was ist dieses #BG2GETHER eigentlich? Die Aktion wurde von Christian und seinem Blog Spielstil ins Leben gerufen. Jeden Monat wird ein Thema vorgegeben und dann können Blogger, Podcaster, Youtuber und andere Content-Ersteller sich darüber auslassen. Da wir besser schreiben als reden oder videografieren können, machen wir das natürlich auf unserem Blog. Wir freuen darüber, nun auch Teil dieser Aktion zu sein und freuen uns auf viele spannende Anregungen für neue Artikel.

Weitere Beiträge

Hier findet Ihr alle weiteren Beiträge zu dem aktuellen Thema in diesem Monat:

Letzte Aktualisierung des Beitrages am: 16. Juni 2024

Danke für das Lesen des Beitrages.

Hinweis: Wenn wir über Spiele berichten, das sind das subjektive (Erst-)Eindrücke, die wir von dem Spiel gesammelt haben. Wir sehen uns nicht als Spielkritiker.

Übrigens: Die Texte auf diesem Blog sind selbst geschrieben und stammen nicht aus einer Text-KI. Allerdings lassen wir inzwischen einige Titelbilder von einer Bilder-KI erstellen. Ihr erkennt diese an den Zauberern, Zwergen oder anderen Wesen, die wir nicht selbst fotografieren können.

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Herr Tommi "Herr Tommi"Beruflich in der IT unterwegs sind Brettspiele für "Herrn Tommi" die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Am Abend oder am Wochenende, zusammen mit Frau Melli einfach mal eine Welt retten, einen Zoo aufbauen oder den Mars besiedeln, einen besseren Eskapismus gibt es eigentlich nicht.

Neben den Brettspielen gehören das Radfahren, das Reisen und die Fotografie zu seinen Hobbys. Mehr drüber findet Ihr im Blog www.jansens-pott.de.

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