Spielabbruch? Gibt es das bei uns?

Von Veröffentlicht am: 16. Februar 2024
Spielabbruch
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Jeder kennt es, ein Spiel läuft richtig mies, der Gegner scheint uneinholbar zu sein. Ist in so einem Fall ein Spielabbruch für uns eine Option?

Anregung zu diesem Artikel ist die monatliche #BG2GETHER-Akion, in der es diesen Monat diese Frage gab:

Frage: Wir kennen alle Brettspielpartien, die dem Untergang geweiht sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen möchte man das Handtuch werfen. Kommt das bei euch vor? Wie geht ihr mit entsprechenden Wünschen um? Ist das eine gängige Praxis oder doch eher verpönt? Und unter welchen Umständen könnt ihr euch den Abbruch einer Partie vorstellen. Was müsste geschehen, dass ihr dem nicht zustimmen würdet?

Spielabbruch – für uns eine Option?

Jeder kennt diese Partien, man scheint aussichtslos hinten zu liegen. Ein Sieg, oder nur ein knappes Ergebnis, liegen in weiter Ferne. So langsam kommt Frust auf, man sieht kein Land mehr am Punkte-Horizont. Soll man jetzt die Brocken hinwerfen und das Spiel abbrechen?

Diese Frage haben wir uns zu Beginn unserer Brettspiel-Erfahrungen oft gestellt. Allerdings haben wir uns dagegen entschieden, die Spiele dann abzubrechen.

Es hat sich gezeigt, dass dieses Gefühl weit hinten zu liegen, auch mal täuschen kann. Gerade bei Spielen mit Wertungen am Spielende kann sich das Ergebnis schnell noch einmal drehen. Das haben wir in zahlreichen Partien bei Arche Nova gelernt. Da ist manch sicher geglaubter Sieg noch zerplatzt.

Ein weiterer Grund, Spiele bis zum Ende durchzuziehen ist, dass wir dem Mitspieler das gute Gefühl nicht verderben wollen. Er/Sie soll ein Spiel, wo alles rund läuft, auch bis zum Ende genießen können. Dabei spielt es sicherlich eine Rolle, dass wir beide eine sehr hohe Frustgrenze haben. Keiner von uns lässt sich den Spaß durch eine deutliche Klatsche verderben. Zudem gibt es noch eine Restmotivation dadurch, den Abstand in einem erträglichen Rahmen zu halten.

Ein letzter Grund dafür, Spiele bis zum bitteren Ende zu spielen ist, dass wir die Ergebnisse aufzeichnen. Wir tragen alle Ergebnisse in die BGStats-App ein. Hier würden bei einem Spielabbruch die Ergebnisse verfälscht werden, was bei uns als Statistik-Freaks den inneren Monk triggern würde.

Gibt es Ausnahmen?

Von diesem Vorgehen weichen wir ganz selten mal ab. Es gibt Spiele, wo bereits frühzeitig klar ist, wer gewinnen wird und bei dem das Spiel eh immer bei einer bestimmten Punktzahl endet.

Das Paradebeispiel dafür ist Funkenschlag. Bei 18 Punkten ist das Spiel zu Ende. Und meist sieht man vor der letzten Runde schon, wer diese 18 Punkte in der kommenden Runde erreichen wird, und wer nicht. Da macht ein Weiterspielen überhaupt keinen Sinn mehr. Hier werten wir den Sieger dann mit 18 Punkten und den Zweiten halt mit der erreichbaren Punktzahl. Statt hier die Zeit in die letzte Runde zu investieren, spielen wir lieber noch eine Partie von dem schönen Spiel.

Das ist aber auch das einzige Beispiel, aus unserer Spielesammlung, was uns gerade einfällt. Alle anderen Spiele werden bis zum Ende gespielt, so hart es auch manchmal sein mag.

Was ist #BG2GETHER?

Was ist dieses #BG2GETHER eigentlich? Die Aktion wurde von Christian und seinem Blog Spielstil ins Leben gerufen. Jeden Monat wird ein Thema vorgegeben und dann können Blogger, Podcaster, YouTuber und andere Content-Ersteller sich darüber auslassen. Da wir spannender schreiben als reden oder videografieren können, machen wir das natürlich auf unserem Blog. Wir freuen darüber, nun auch Teil dieser Aktion zu sein und freuen uns auf viele spannende Anregungen für neue Artikel.

Weitere Beiträge

Hier findet Ihr alle weiteren Beiträge zu dem aktuellen Thema in diesem Monat:

 

Ist ein Spielabbruch für Euch eine Option, wenn Ihr ein Spiel verloren glaubt?

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Letzte Aktualisierung des Beitrages am: 16. Juni 2024

Danke für das Lesen des Beitrages.

Hinweis: Wenn wir über Spiele berichten, das sind das subjektive (Erst-)Eindrücke, die wir von dem Spiel gesammelt haben. Wir sehen uns nicht als Spielkritiker.

Übrigens: Die Texte auf diesem Blog sind selbst geschrieben und stammen nicht aus einer Text-KI. Allerdings lassen wir inzwischen einige Titelbilder von einer Bilder-KI erstellen. Ihr erkennt diese an den Zauberern, Zwergen oder anderen Wesen, die wir nicht selbst fotografieren können.

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

Herr Tommi "Herr Tommi"Beruflich in der IT unterwegs sind Brettspiele für "Herrn Tommi" die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Am Abend oder am Wochenende, zusammen mit Frau Melli einfach mal eine Welt retten, einen Zoo aufbauen oder den Mars besiedeln, einen besseren Eskapismus gibt es eigentlich nicht.

Neben den Brettspielen gehören das Radfahren, das Reisen und die Fotografie zu seinen Hobbys. Mehr drüber findet Ihr im Blog www.jansens-pott.de.

One Comment
  1. Gimradan 29. April 2024 um 17:13 - Antworten

    Ich bin ein guter Verlierer. Meistens.
    So auch bei meiner ersten Runde Terraforming Mars. Für mich hat das nichts mit Strategie zu tun, es ist zu 90% ein Glücksspiel. Wenn man fast ausschließlich Karten mit Mikroben und Tieren zieht, ist das halt so. Ich lag also mit meinem Getier ganz weit hinten. Das gesamte Spiel über und auch nach der Schlusswertung.
    Das Ende vom Lied: Wann kommt endlich die nächste Runde? Ob ich nach dem Spiel süchtig werden kann, muss sich erst noch zeigen. Allerdings lässt unsere Spieldauer von 4 Stunden (mit Erklärung für uns zwei Noobs am Tisch mit vier Spielern) auch nicht viel Raum für Wiederholungen, wenn noch so viele Spiele vor uns liegen…
    Auf jeden Fall habe ich das Spiel genossen. Wer zählt schon Punkte?
    Wahrscheinlich werde ich mir das Spiel für ein paar Solorunden ausleihen. Schließlich wohne ich mit einem Spiele-Muffel zusammen und komme deshalb selten zu Partien mit mehreren Spielern.

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