Unsere Flop 10 Brettspiele

Von Veröffentlicht am: 15. Juli 2023
Flop 10 Brettspiele
Inhalt

Nicht jedes Spiel kommt gut bei uns an. Dabei liegt es selten daran, dass ein Spiel wirklich nicht funktioniert oder einfach doof ist. Meistens sind es gute Spiele, die uns persönlich nicht abholen können. Wir haben mal ausgerechnet, welche Spiele unsere Flop 10 sind. Und da sind einige Klassiker dabei, dessen Platzierung in der Liste für einen Aufschrei sorgen könnte.

Wie haben wir unsere Flop 10 ermittelt?

Wir haben dazu die Ranking Engine von Pub Meeple genutzt. Nach dem Import der Spiele von BGG, bei uns waren es 117, bekommt man Duelle angezeigt. Bei uns waren es 444. In diesen wird man immer wieder gefragt, welches von zwei Spielen man besser findet. Am Ende kommt dann eine Liste heraus, die erstaunlich genau unserer Liste mit Lieblingsspielen entspricht. Also auf Platz 1 Terraforming Mars, Platz 2 Brass Birmingham und Platz 3 Arche Nova.

Das ist zwar eine nette Kontrolle, ob das Tool halbwegs unseren Geschmack richtig bewertet, war aber nicht das Ziel. Wir wollten mal herausfinden, welche Spiele bei uns gefloppt sind. Und tatsächlich stehen auf den letzten 10 Plätzen Spiele, die wir inzwischen wieder abgegeben haben, weil sie uns nicht wirklich begeistern konnten. Und die wollen wir hier mal auflisten.

Eines noch vorweg, um direkt die Wogen zu glätten. Wenn da gleich ein Spiel auftaucht, dann bedeutet das nicht, dass das Spiel schlecht ist. Es ist eine rein subjektive Einschätzung von uns. Das Spiel hat uns nicht abgeholt, hat uns aus verschiedenen Gründen nicht gefallen oder, ja wir stehen dazu, wir sind zu doof für das Spiel.

Unsere Flop 10 Brettspiele

Platz 10 – Aeon’s End

Jaha, hier wir hören schon den Aufschrei in der Gemeinde. Wie kann man ein solches Spiel, welches bei BGG immerhin auf Platz 75 steht, schlecht finden? Nun, ganz einfach. Es hat uns einfach nicht abgeholt. Das Spiel funktioniert, keine Frage, aber es ist einfach nicht unser Ding. Kooperative Spiele haben es sowieso schon schwer bei uns. Dann dieses Kartendeck, welches erst zusammengebastelt werden muss, und irgendwelche Monster zu besiegen. Ochnö, da spielen wir viele andere Dinge einfach viel lieber. Daher hat es in den Duellen der Abfrage fast immer den Kürzeren gezogen und ist auf Platz 108 von 117 Spielen gelandet. Wir haben es damals gekauft, um auch mal in diese Art der Spiele reinzuschnuppern. Aber es ist einfach nicht unser Genre.

Platz 9 – Nauticus

Kenn Ihr den Begriff Repetitiv? Das ist die Bezeichnung dafür, dass sich etwas ständig wiederholt, immer wieder das Gleiche. So fühlte sich Nauticus an. Über mehrere Spielrunden machte man immer wieder das Gleiche, rundenlang. Schiffe bauen eben, mit ein wenig Waren hin und her schieben und an anderer Stelle wieder Materialien besorgen. Nach einer Partie war klar, das kann weg, wir haben uns einfach gelangweilt und wir hatten das Gefühl, alles in dem Spiel erlebt zu haben. Naja, wir haben es günstig auf dem Flohmarkt der BerlinCon erworben und sind es auch wieder losgeworden.

Platz 8 – Troyes

Eigentlich ist Troyes ein Spiel nach unserem Geschmack. Würfel aus Worker, Set Building mit anderen Arbeitern, Karten sorgen für einen variablen Spielaufbau. Trotzdem konnte es uns nicht begeistern. Optisch fanden wir es extrem anstrengend, die Symbolik schwierig, es wollte kein richtiger Spielfluss aufkommen und nach wenigen Partien haben wir uns wieder von dem Spiel getrennt. Vielleicht greift hier die „zu doof für das Spiel“-Theorie.

Platz 7 – Zombicide

Was uns damals geritten hat, das Spiel zu kaufen, wissen wir heute auch nicht mehr. Aber wir waren jung in dem Hobby, und wollten Alles mal ausprobieren. Das Spiel hat eine riesige Fangemeinde, was die drölfzehn Versionen und Erweiterungen zeigen. Wir gehören aber nicht unbedingt zur Zielgruppe. Dass man im Spiel zu zweit mehrere Charaktere spielen muss, fanden wir schon nervig. Und das hirnlose Abschlachten von Zombie-Horden, die an unsere Hirne wollte, erschließt sich uns nicht. Dieses ganze Prinzip gefällt uns einfach nicht.

Platz 6 – D.E.I. Divide et Imperia

Wir spielen weit über 95% unserer Spiele zu zweit. Und das ist wohl D.E.I. zum Verhängnis geworden. Wir glauben, zu dritt oder viert kann das sehr viel Spaß machen. Aber der Aera-Control-Teil des Spiels kam bei unseren Partien kaum zum Tragen. Jeder baute solitär vor sich hin und am Ende wurden Punkte gezählt. Nett, äußerst hübsch anzuschauen, mit einer tollen Tischpräsenz, aber für uns am Ende zu langweilig. Eine Interaktion auf dem Plan kam überhaupt nicht zustande.

D.E.I. – Divide et Impera

D.E.I. – Divide et Impera

Platz 5 – City of Angels

Das Spiel war ein Experiment. Wir wollten herausfinden, ob wir Detektiv- / Ermittlerspiele mögen. Die klare Antwort, nach 2 gelösten Fällen ist: Nein. Daher ist das Spiel auch sehr weit unten in der Liste hier gelandet. Dabei macht es nichts verkehrt, es ist sicherlich ein gutes Ermittlerspiel, trifft aber nicht unseren Nerv.

Irgendwie stehen wir nicht auf solche Spiele, wo man irgendwas erforschen muss. Wir mögen tatsächlich auch keine Exit-Spiele. Hier störte uns noch der Zweispieler-Modus, in dem einer von uns Hinweise oder auch falsche Fährten legen musste und der andere alleine ermittelt hat.

Platz 4 – Agricola: Die Bauern und das liebe Vieh

Hm, als Geschicklichkeitsspiel hätte es bei uns eine Chance gehabt. Versuche 27 Schafe und elfundreissig Kühe so auf dem Spielfeld zu stapeln, ohne dass ein Stapel umkippt. Aber als Brettspiel? Nee, das war für uns kein schönes Spiel-Erlebnis, nur eine Ressourcen-Schlacht. Dabei fanden wir das Konzept nicht übel, Workerplacement, mit der Möglichkeit den eigenen Bauernhof auszubauen. Etwas weniger Ressourcen wäre hier mehr gewesen, für unser Empfinden.

Platz 3 – Starship Captains

Starship Captains war ein Spontankauf auf der Spiel 22 in Essen. Zu Hause haben wir es dann gespielt und schon nach der ersten Runde war klar, das ist nicht unser Spiel. Ein Gefühl für eine Story wollte so gar nicht aufkommen, auch wenn die Optik der Spiel-Elemente und Karten wirklich toll ist. Dazu macht man vier Runden lang immer das Gleiche. Sollte man kein passendes Personal haben, kann man es sehr preisgünstig anpassen, da fehlte jeder Reiz etwas vorzuplanen. Und die Story kam überhaupt nicht rüber. Die Ziele waren irgendwie belanglos, die „Kämpfe“ im Weltall nur der Verlust eines Schadens. Das hat uns überhaupt nicht überzeugt und ist schnell wieder ausgezogen.

Platz 2 – Trajan

Kennt Ihr Spiele, wo man im Laufe des Spiels denkt, »lass es vorbei sein«? Wir hatten jetzt mit Trajan ein solches Spiel auf dem Tisch liegen. Dabei macht das Spiel nichts falsch, es funktioniert, alle Mechaniken greifen ineinander. Aber es dauert a) zu lange und b) man macht immer wieder das Gleiche. Der Mechanismus mit dem Aktions-Rondel, wo man kleine bunte Steine auf die nächsten Schalen setzen muss, und die letzte Schale triggert dann die Aktion, ist auf den ersten Blick witzig. Im Spiel grübelt man aber ständig, wie man denn die gewünschte (!) Aktion nun endlich ausführen kann, um dann genau diese Aktion zu spielen. Das endet nicht selten darin, dass in einer der Rondel-Schalen plötzlich 5-7 dieser Steine liegen, die man im Vorbeigehen dort abgelegt hat und die Möglichkeiten immer weiter eingeschränkt sind.

Platz 1 – Pacific Rails Inc.

Wir geben zu, eigentlich haben wir das Spiel günstig gebraucht gekauft, um an die Metallmünzen zu kommen. Aber natürlich haben wir es auch gespielt, und dann wieder verkauft, mit Papp-Münzen. Der Worker-Placement-Teil ist noch gut gemacht. Aber das Bauen der Schienen in der Landschaft, hmmm, nee. Optisch schlecht umgesetzt, es spielt überhaupt keine Rolle, wir die Schienenplättchen gelegt werden. Die ausgelösten Wertungen fühlten sich beliebig an. Am Ende der Partie haben wir uns nur angeschaut und synchron gesagt „Kann weg“.

Jetzt sind wir mal gespannt, ob wir für unsere Flop-Rangliste einen auf die Mütze bekommen. Schreibt gerne einen Kommentar, beschimpft uns und gebt uns Tiernamen.

Letzte Aktualisierung des Beitrages am: 16. August 2023

Danke für das Lesen des Beitrages.

Hinweis: Wenn wir über Spiele berichten, das sind das subjektive (Erst-)Eindrücke, die wir von dem Spiel gesammelt haben. Wir sehen uns nicht als Spielkritiker.

Übrigens: Die Texte auf diesem Blog sind selbst geschrieben und stammen nicht aus einer Text-KI. Allerdings lassen wir inzwischen einige Titelbilder von einer Bilder-KI erstellen. Ihr erkennt diese an den Zauberern, Zwergen oder anderen Wesen, die wir nicht selbst fotografieren können.

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Herr Tommi Beruflich in der IT unterwegs sind Brettspiele für "Herrn Tommi" die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Am Abend oder am Wochenende, zusammen mit Frau Melli einfach mal eine Welt retten, einen Zoo aufbauen oder den Mars besiedeln, einen besseren Eskapismus gibt es eigentlich nicht.

Neben den Brettspielen gehören das Radfahren, das Reisen und die Fotografie zu seinen Hobbys. Mehr drüber findet Ihr im Blog www.jansens-pott.de.

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